Schwarzer Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, ist die aggressivste Form von Hautkrebs. Er entwickelt sich aus den pigmentproduzierenden Zellen der Haut, den Melanozyten. Obwohl er seltener ist als weißer Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom), ist er für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs verantwortlich. In Deutschland ist die Inzidenz des malignen Melanoms in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Jährlich erkranken etwa 23.000 Menschen neu daran. Die Bedeutung der Früherkennung kann daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn je früher ein Melanom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
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Frühes Erkennen von schwarzem Hautkrebs So identifizieren Sie verdächtige Muttermale und handeln richtig.
- Schwarzer Hautkrebs ist die aggressivste Form von Hautkrebs, dessen Inzidenz in Deutschland stetig steigt.
- Die ABCDE-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Colorit, Durchmesser, Erhabenheit/Entwicklung) ist das wichtigste Werkzeug zur Selbstuntersuchung von Muttermalen.
- Zusätzliche Warnzeichen sind Juckreiz, Bluten, Nässen oder das "hässliche Entlein"-Phänomen (ein Fleck, der sich von allen anderen unterscheidet).
- Übermäßige UV-Strahlung (Sonne, Solarium) ist der Hauptrisikofaktor; auch heller Hauttyp, viele Muttermale und familiäre Vorbelastung spielen eine Rolle.
- Bei Verdacht ist der sofortige Gang zum Hautarzt entscheidend, da früh erkannte Melanome sehr gute Heilungschancen haben.
- Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening.
Schwarzer Hautkrebs früh erkennen: Warum jedes Symptom zählt
Schwarzer Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, ist die aggressivste Form von Hautkrebs. Er entwickelt sich aus den pigmentproduzierenden Zellen der Haut, den Melanozyten. Obwohl er seltener ist als weißer Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom), ist er für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs verantwortlich. In Deutschland ist die Inzidenz des malignen Melanoms in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Jährlich erkranken etwa 23.000 Menschen neu daran. Die Bedeutung der Früherkennung kann daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn je früher ein Melanom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Die ABCDE-Regel: Ihr Leitfaden zur Hautkrebs-Selbstkontrolle
Die ABCDE-Regel ist das zentrale Instrument zur Selbstuntersuchung von Muttermalen. Sie hilft Ihnen, verdächtige Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Jeder Buchstabe steht für ein wichtiges Kriterium, das Sie bei der Betrachtung Ihrer Hautstellen beachten sollten. Wenn eines oder mehrere dieser Kriterien auf ein Muttermal zutreffen, ist Vorsicht geboten und ein Arztbesuch ratsam.
A wie Asymmetrie: Wenn ein Leberfleck aus der Form gerät
Bei einem gesunden Muttermal ist die linke und rechte Hälfte spiegelbildlich gleich. Bei einem malignen Melanom ist dies oft nicht der Fall. Der Fleck ist nicht gleichmäßig rund oder oval, sondern erscheint auf einer Seite anders als auf der anderen. Diese Asymmetrie ist ein deutliches Warnsignal, das Sie nicht ignorieren sollten.
B wie Begrenzung: Achten Sie auf unregelmäßige und verwaschene Ränder
Normale Muttermale haben klare, glatte und gut definierte Ränder. Bei einem Melanom sind die Grenzen oft unscharf, ausgefranst, zackig oder unregelmäßig. Es kann so aussehen, als ob der Fleck in die umliegende Haut "ausläuft". Achten Sie genau auf die Konturen Ihrer Muttermale.
C wie Colorit (Farbe): Warum ein mehrfarbiger Fleck ein Alarmsignal ist
Ein gesundes Muttermal ist in der Regel einheitlich gefärbt, meist braun. Wenn ein Fleck jedoch verschiedene Farbtöne aufweist zum Beispiel Bereiche, die schwarz, braun, grau, rötlich oder sogar weißlich sind kann dies ein Hinweis auf Hautkrebs sein. Achten Sie auf eine ungleichmäßige oder mehrfarbige Pigmentierung.
D wie Durchmesser: Ab wann die Größe eines Muttermals kritisch wird
Die meisten Melanome sind größer als 6 Millimeter im Durchmesser. Das entspricht ungefähr der Größe des Endes eines Bleistifts. Wenn Sie ein Muttermal entdecken, das größer ist als dieser Richtwert, sollten Sie es genauer beobachten lassen. Kleinere Läsionen können aber auch bösartig sein, daher ist die Größe nur ein Kriterium unter vielen.
E wie Erhabenheit & Entwicklung: Die gefährlichste Veränderung von allen
Ein Melanom kann sich im Laufe der Zeit verändern. Achten Sie darauf, ob ein Muttermal über das Hautniveau hinausragt, also erhaben wird. Noch wichtiger ist die Entwicklung: Wenn ein Fleck schnell wächst, seine Form, Farbe oder Höhe über Wochen oder Monate verändert, ist dies ein ernstes Warnzeichen. Jede plötzliche Veränderung an einem Muttermal sollte ärztlich abgeklärt werden.
Mehr als nur ABCDE: Subtile Warnzeichen für Hautkrebs erkennen
Neben den klassischen Kriterien der ABCDE-Regel gibt es weitere Anzeichen, die auf schwarzen Hautkrebs hindeuten können. Diese subtilen Warnzeichen werden manchmal übersehen, sind aber ebenso wichtig für die Früherkennung.
Das "hässliche Entlein": So erkennen Sie den verdächtigen Außenseiter
Das "hässliche Entlein"-Phänomen beschreibt ein Muttermal, das sich deutlich von allen anderen Muttermalen auf Ihrem Körper unterscheidet. Während die meisten Ihrer Leberflecke eine ähnliche Form, Farbe und Größe haben, sticht eines heraus. Dieses einzelne, andersartige Muttermal ist oft ein Kandidat für eine genauere Untersuchung durch einen Hautarzt.
Juckreiz, Bluten oder Nässen: Wenn ein Muttermal "aktiv" wird
Ein Muttermal, das plötzlich zu jucken beginnt, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gibt, kann ein Warnsignal sein. Ebenso verdächtig ist, wenn ein Leberfleck ohne Verletzung zu bluten oder zu nässen anfängt. Solche Veränderungen deuten darauf hin, dass in der Haut etwas Ungewöhnliches vor sich geht.
Versteckte Gefahr: Melanome unter den Nägeln und an untypischen Stellen
Schwarzer Hautkrebs kann auch an Stellen entstehen, die nicht direkt der Sonne ausgesetzt sind. Dazu gehören dunkle Verfärbungen unter Finger- oder Zehennägeln, die nicht auf eine Verletzung zurückzuführen sind. Dieses sogenannte akral-lentiginöse Melanom tritt häufiger bei Menschen mit dunklerer Hautfarbe auf, kann aber jeden treffen. Auch Schleimhäute und die Augen können betroffen sein.

Hautkrebs-Risikofaktoren: Wer besonders aufpassen sollte
Die Entstehung von schwarzem Hautkrebs ist nicht zufällig. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken. Wenn Sie einige dieser Risikofaktoren aufweisen, ist es umso wichtiger, Ihre Haut regelmäßig zu kontrollieren und auf Veränderungen zu achten.
Die Rolle der UV-Strahlung: Warum Sonnenbrände aus der Kindheit heute noch zählen
Die wichtigste Ursache für Hautkrebs, einschließlich des malignen Melanoms, ist die übermäßige und ungeschützte Exposition gegenüber ultravioletter (UV-)Strahlung. Sowohl die intensive, kurzzeitige Bestrahlung, die zu Sonnenbränden führt besonders in der Kindheit und Jugend als auch die chronische, langfristige UV-Exposition erhöhen das Risiko erheblich. Auch Solarien sind eine Quelle gefährlicher UV-Strahlung.
Hauttyp, Genetik und Anzahl der Muttermale: Ihr persönliches Risikoprofil
Menschen mit hellem Hauttyp (Hauttypen I und II), die schnell Sonnenbrand bekommen und kaum bräunen, haben ein höheres Risiko. Ebenso erhöht eine große Anzahl von Muttermalen auf der Haut mehr als 50 das Melanomrisiko. Auch eine familiäre Vorbelastung spielt eine Rolle: Wenn nahe Verwandte (Eltern, Geschwister) bereits an Hautkrebs erkrankt sind, steigt Ihr eigenes Risiko.
Solarium: Ein oft unterschätzter Faktor für die Entstehung von Melanomen
Viele Menschen unterschätzen die Gefahr von Solarien. Die künstliche UV-Strahlung in Sonnenstudios ist intensiv und birgt ein signifikantes Risiko für die Haut. Regelmäßige Solariumbesuche erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs, einschließlich des gefährlichen malignen Melanoms, zu erkranken, deutlich.
Verdacht auf Hautkrebs? Ihre nächsten Schritte zum Arzt
Wenn Sie bei der Selbstuntersuchung Ihrer Haut verdächtige Veränderungen feststellen, ist schnelles Handeln gefragt. Zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen. Die Früherkennung ist der Schlüssel zu erfolgreichen Behandlungsergebnissen.
Wann ist der Gang zum Hautarzt unumgänglich?
Ein sofortiger Besuch beim Dermatologen ist notwendig, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken: eine Veränderung eines Muttermals, die der ABCDE-Regel entspricht (Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, Farbveränderung, größer als 6 mm, Entwicklung/Erhabenheit), ein neues, ungewöhnlich aussehendes Hautgebilde, das "hässliche Entlein"-Zeichen, oder wenn ein Muttermal juckt, blutet oder nässt.
So läuft die Untersuchung ab: Was Sie beim Dermatologen erwartet
Beim Hautarzt beginnt die Untersuchung meist mit einer visuellen Inspektion Ihrer Haut. Der Arzt wird Sie nach Ihren Beschwerden und Ihrer Krankengeschichte fragen. Anschließend wird er die verdächtigen Stellen mit einem speziellen Instrument, dem Dermatoskop, genauer betrachten. Dieses Auflichtmikroskop ermöglicht eine vergrößerte Ansicht der Hautstruktur und der Pigmentierung, die mit bloßem Auge nicht sichtbar ist.
Vom Verdacht zur Diagnose: Dermatoskopie und Biopsie einfach erklärt
Die Dermatoskopie ist ein wichtiger Schritt zur Einschätzung einer Hautveränderung. Wenn der Dermatologe nach der Untersuchung mit dem Dermatoskop weiterhin einen Verdacht auf Hautkrebs hat, wird er eine Biopsie empfehlen. Dabei wird ein kleines Stück des verdächtigen Gewebes entnommen und im Labor unter dem Mikroskop untersucht (histologische Untersuchung). Dies ist die einzige Methode, um eine sichere Diagnose zu stellen.
Effektiver Hautschutz: So beugen Sie schwarzem Hautkrebs vor
Die beste Strategie gegen Hautkrebs ist die Prävention. Durch bewussten Sonnenschutz und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Sie Ihr Risiko erheblich senken.
Die Hautkrebsvorsorge in Deutschland: Ihr gesetzlicher Anspruch
In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenfreie Hautkrebsvorsorgeuntersuchung bei ihrem Dermatologen. Diese Untersuchung dient der Früherkennung von Hautkrebs und sollte unbedingt wahrgenommen werden. Es ist eine einfache und effektive Maßnahme, um Ihre Hautgesundheit zu schützen.
Tipps für die tägliche Routine: Effektiver Sonnenschutz im Alltag
- Tragen Sie täglich, auch an bewölkten Tagen, Sonnenschutzmittel mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher) auf alle unbedeckten Hautstellen auf.
- Meiden Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr, da die UV-Strahlung zu dieser Zeit am intensivsten ist.
- Schützen Sie Ihre Haut mit Kleidung, einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille, besonders bei längeren Aufenthalten im Freien.
- Achten Sie auf die UV-Index-Vorhersage und passen Sie Ihre Aktivitäten im Freien entsprechend an.
- Vermeiden Sie Solariumbesuche gänzlich.
