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Manfred Bruns

Manfred Bruns

10. September 2025

Bipolare Störung Diagnose: Ihr Wegweiser zu Klarheit und Hilfe

Bipolare Störung Diagnose: Ihr Wegweiser zu Klarheit und Hilfe

Inhaltsverzeichnis

Die Diagnose einer bipolaren Störung ist ein entscheidender, aber oft komplexer Weg. Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, mit den Höhen und Tiefen dieser Erkrankung ringt, ist das Verständnis des Diagnoseprozesses von unschätzbarem Wert. Dieser Artikel soll Ihnen Klarheit verschaffen und Sie durch die einzelnen Schritte führen, damit Sie die notwendige Unterstützung finden.

Die Diagnose einer bipolaren Störung ist ein komplexer Prozess So finden Sie Klarheit und Unterstützung

  • Die Diagnosestellung erfolgt schrittweise durch einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, basierend auf Anamnese und Verhaltensbeobachtung, da keine spezifischen Labortests existieren.
  • Es müssen mindestens zwei affektive Episoden aufgetreten sein, davon mindestens eine (hypo)manische oder gemischte, um die Kriterien nach ICD-11 oder DSM-5 zu erfüllen.
  • Die Fremdanamnese, also die Einbeziehung von Angehörigen, ist entscheidend, da Betroffene manische Phasen oft nicht als krankhaft erkennen.
  • Ein wichtiger Schritt ist der Ausschluss anderer Erkrankungen (Differentialdiagnostik), da Symptome oft denen von unipolarer Depression, Borderline oder ADHS ähneln können.
  • Die Diagnose kann oft Jahre dauern, da Patienten meist in depressiven Phasen Hilfe suchen und hypomanische Phasen unerkannt bleiben.

Warum die Diagnose einer bipolaren Störung so komplex und entscheidend ist

Die Diagnose einer bipolaren Störung ist keine einfache Angelegenheit. Sie ist vielmehr ein mehrstufiger Prozess, der oft Jahre dauern kann. Diese Komplexität rührt daher, dass die Symptome vielfältig sind und sich stark verändern können. Eine präzise und korrekte Diagnose ist jedoch von entscheidender Bedeutung, denn sie bildet die Grundlage für eine wirksame Behandlung und damit für die Chance auf ein stabileres und erfüllteres Leben. Ohne die richtige Diagnose laufen Betroffene Gefahr, falsch behandelt zu werden, was die Situation verschlimmern kann.

Die zwei Gesichter der Erkrankung: Mehr als nur Stimmungsschwankungen

Die bipolare Störung ist weit mehr als nur extreme Stimmungsschwankungen. Sie ist durch das Auftreten von mindestens zwei unterschiedlichen affektiven Episoden gekennzeichnet. Entscheidend ist dabei, dass mindestens eine dieser Episoden eine (hypo)manische oder gemischte Episode sein muss. Diese Phasen des übersteigerten Hochs, der gesteigerten Energie und Aktivität stehen im Kontrast zu den tiefen Phasen der Depression, und erst das Zusammenspiel dieser Extreme macht die bipolare Störung aus.

Die lange Reise zur richtigen Diagnose: Warum viele Jahre vergehen können

Es ist keine Seltenheit, dass zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen und der tatsächlichen Diagnose einer bipolaren Störung viele Jahre vergehen. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die hypomanischen Phasen, also leichtere Formen der Manie, oft nicht als krankhaft erkannt werden. Betroffene fühlen sich vielleicht energiegeladen und produktiv, ohne zu ahnen, dass dies Teil einer Störung ist. Zudem suchen die meisten Menschen erst dann Hilfe, wenn sie sich in einer depressiven Phase befinden. Dies kann dazu führen, dass die Diagnose zunächst fälschlicherweise als unipolare Depression gestellt wird.

Fehldiagnose Depression: Die häufigste Falle und ihre Konsequenzen

Die unipolare Depression ist die bei weitem häufigste Fehldiagnose bei Menschen mit einer bipolaren Störung. Dies liegt daran, dass die depressiven Episoden oft im Vordergrund stehen und die hypomanischen Phasen unbemerkt bleiben. Die Konsequenzen einer solchen Fehldiagnose können gravierend sein. Beispielsweise können Antidepressiva, die bei einer unipolaren Depression wirksam sind, bei bipolaren Patienten eine manische Episode auslösen oder verschlimmern. Eine korrekte Diagnose ist daher unerlässlich, um die passende und sichere Behandlung zu gewährleisten.

Diagnoseprozess bipolare Störung Schritte

Der erste Schritt: Wer der richtige Ansprechpartner ist und was Sie erwartet

Der Weg zur Diagnose

einer bipolaren Störung beginnt oft mit einem ersten Gespräch, in dem die Erwartungen an den Prozess geklärt werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Diagnose nicht über Nacht gestellt wird, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen Untersuchung ist. Dieser erste Kontakt ist entscheidend, um die Weichen für eine fundierte Diagnosestellung zu legen.

Vom Hausarzt zum Facharzt: Den richtigen Weg zur Diagnostik finden

Der erste Schritt auf dem Weg zur Diagnose führt häufig zum Hausarzt. Dieser kann erste Symptome erkennen, eine erste Einschätzung vornehmen und dann an einen Spezialisten überweisen. Der ideale Ansprechpartner für die weitere Abklärung ist ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Dieser verfügt über das notwendige Fachwissen, um die komplexen Symptome einer bipolaren Störung zu erkennen und von anderen Erkrankungen abzugrenzen.

Das A und O der Diagnose: Was im Erstgespräch (Anamnese) wirklich zählt

Das Anamnesegespräch mit dem Facharzt ist das Herzstück der Diagnostik. Hier werden verschiedene Aspekte beleuchtet, um ein umfassendes Bild zu erhalten:

  • Aktuelle Symptome: Was erleben Sie gerade? Welche Beschwerden stehen im Vordergrund?
  • Persönliche Krankengeschichte: Gab es frühere Episoden von ungewöhnlich gehobener Stimmung, gesteigerter Energie oder Reizbarkeit? Wann traten diese auf und wie lange dauerten sie?
  • Stimmungsschwankungen: Wie intensiv und langanhaltend sind Ihre Stimmungsschwankungen? Gibt es Muster?
  • Familiengeschichte: Gibt es Fälle von bipolaren Störungen oder anderen psychischen Erkrankungen in Ihrer Familie? Dies kann auf eine genetische Veranlagung hinweisen.

Warum die Sicht von Angehörigen Gold wert ist: Die Rolle der Fremdanamnese

Oftmals ist die Perspektive von nahestehenden Angehörigen oder Freunden unerlässlich für eine korrekte Diagnose. Dies nennt man Fremdanamnese. Der Grund dafür ist, dass Menschen, die eine manische oder hypomanische Phase durchleben, diese oft nicht als krankhaft wahrnehmen. Sie fühlen sich vielleicht euphorisch, energiegeladen und unbesiegbar. Angehörige hingegen können beobachten, ob sich das Verhalten der Person drastisch verändert hat, ob sie unüberlegte Entscheidungen trifft oder ob die Stimmung übermäßig gereizt ist. Diese Beobachtungen von außen sind oft ein entscheidender Baustein, um das volle Ausmaß der Erkrankung zu erfassen.

Das diagnostische Puzzle: Welche Bausteine zum Gesamtbild führen

Die Diagnose einer bipolaren Störung setzt sich aus verschiedenen Puzzleteilen zusammen. Es ist ein Prozess, bei dem der Arzt verschiedene Methoden und Informationen kombiniert, um ein klares Bild zu erhalten. Neben dem ausführlichen Gespräch spielen körperliche Untersuchungen und psychologische Tests eine wichtige Rolle, um alle relevanten Aspekte zu erfassen.

Körperlicher Check-up: Wie Ärzte organische Ursachen ausschließen

Bevor die Diagnose einer bipolaren Störung gestellt werden kann, ist es unerlässlich, körperliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Manche körperlichen Erkrankungen können ähnliche Symptome hervorrufen wie eine bipolare Störung. Daher führt der Arzt eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung durch, um sicherzustellen, dass keine organischen Probleme vorliegen.

Blutbild, Schilddrüse & Co.: Welche Laborwerte wichtig sind

Im Rahmen des körperlichen Check-ups werden verschiedene Laboruntersuchungen durchgeführt. Dazu gehören:

  • Schilddrüsenwerte: Eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann Stimmungsschwankungen und Energieveränderungen verursachen, die manischen oder depressiven Phasen ähneln können.
  • Blutbild: Ein allgemeines Blutbild kann Aufschluss über Entzündungen oder andere körperliche Probleme geben.
  • Weitere spezifische Tests: Je nach Verdacht können weitere Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um Mangelerscheinungen oder andere organische Störungen auszuschließen.

Ein Blick ins Gehirn: Wann EEG oder MRT zum Einsatz kommen

In bestimmten Fällen können auch bildgebende Verfahren wie ein EEG (Elektroenzephalogramm) oder ein cMRT (kraniale Magnetresonanztomographie) zum Einsatz kommen. Diese Untersuchungen helfen dabei, strukturelle Veränderungen im Gehirn auszuschließen, wie beispielsweise Tumore, Entzündungen oder die Folgen eines Schlaganfalls, die ähnliche Symptome wie eine bipolare Störung verursachen könnten.

Stimmungstagebuch bipolare Störung

Psychologische Testverfahren: Mehr als nur Kreuzchen machen

Neben dem ärztlichen Gespräch und körperlichen Untersuchungen kommen auch psychologische Testverfahren zum Einsatz. Diese standardisierten Tests und Fragebögen sind wertvolle Werkzeuge, um die Symptome zu objektivieren und den Schweregrad der Erkrankung besser einschätzen zu können. Sie helfen dabei, ein klareres Bild zu gewinnen und die Diagnose zu untermauern.

Der Mood Disorder Questionnaire (MDQ): Ein erster wichtiger Hinweisgeber

Der Mood Disorder Questionnaire, kurz MDQ, ist ein weit verbreitetes und anerkanntes Instrument zur Erfassung von Symptomen, die auf eine bipolare Störung hindeuten. Er ist so konzipiert, dass er schnell und relativ einfach ausgefüllt werden kann und gibt dem Arzt wichtige Hinweise darauf, ob eine weitere Abklärung notwendig ist. Der MDQ fragt gezielt nach typischen Symptomen manischer und depressiver Episoden.

Stimmungstagebücher: Wie Sie selbst aktiv zur Diagnose beitragen können

Ein Stimmungstagebuch, oft auch als "Stimmungstagebuchkarte" bezeichnet, ist ein sehr nützliches Hilfsmittel, bei dem Sie selbst aktiv zur Diagnose beitragen können. Über einen bestimmten Zeitraum hinweg dokumentieren Sie Ihre Stimmung, Ihr Energielevel, Ihre Schlafqualität und andere relevante Faktoren. Diese Aufzeichnungen liefern dem Arzt wertvolle Einblicke in die Muster und Schwankungen Ihrer affektiven Zustände, die im direkten Gespräch möglicherweise nicht vollständig erfasst werden.

Die offiziellen Kriterien: Nach welchem Regelwerk wird diagnostiziert?

Die Diagnose einer bipolaren Störung basiert auf klar definierten Kriterien, die in internationalen Klassifikationssystemen festgelegt sind. Diese Systeme stellen sicher, dass die Diagnose weltweit einheitlich gestellt wird und bilden die Grundlage für Forschung und Behandlung.

ICD-11 und DSM-5: Ein Blick in die Handbücher der Psychiatrie

Die beiden wichtigsten diagnostischen Handbücher sind das ICD (International Classification of Diseases), aktuell in der Version ICD-11, und das DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), dessen fünfte Ausgabe (DSM-5) weit verbreitet ist. Das ICD wird vor allem in Europa und Deutschland verwendet, während das DSM international, insbesondere in der Forschung, eine große Rolle spielt. Beide Systeme bieten detaillierte Kriterien zur Klassifizierung psychischer Störungen, einschließlich der bipolaren Störung.

Manie, Hypomanie, Depression: Die genaue Definition der Episoden

Für die Diagnose einer bipolaren Störung sind die genauen Definitionen der verschiedenen affektiven Episoden entscheidend:

  • Manische Episode: Eine klar abgegrenzte Periode von mindestens einer Woche mit abnormal und anhaltend gehobener, expansiver oder gereizter Stimmung und gesteigerter Aktivität oder Energie. Dies geht oft einher mit Symptomen wie vermindertem Schlafbedürfnis, Ideenflucht, gesteigerter Gesprächigkeit, übertriebenem Selbstwertgefühl und leichtsinnigem Verhalten.
  • Hypomanische Episode: Ähnlich wie eine Manie, jedoch von kürzerer Dauer und geringerer Intensität. Die Symptome sind weniger ausgeprägt und führen nicht zu einer deutlichen Beeinträchtigung im sozialen oder beruflichen Bereich oder zu einer Notwendigkeit der Klinik.
  • Depressive Episode: Gekennzeichnet durch eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit sowie eine Reihe weiterer Symptome wie verminderte Energie, Schlafstörungen, Appetitveränderungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Gefühle der Wertlosigkeit oder Schuld.

Differentialdiagnostik psychische Erkrankungen Tabelle

Scharfe Abgrenzung: Bipolare Störung von anderen Erkrankungen unterscheiden

Ein kritischer und oft herausfordernder Teil der Diagnostik ist die sogenannte Differentialdiagnostik. Hierbei geht es darum, die bipolare Störung von anderen psychischen und körperlichen Erkrankungen abzugrenzen, die ähnliche Symptome aufweisen können. Nur durch eine genaue Unterscheidung kann eine passende und wirksame Behandlung eingeleitet werden.

Bipolar oder Borderline? Die feinen Unterschiede in der Symptomatik

Die Abgrenzung zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine häufige Herausforderung. Beide Erkrankungen können intensive emotionale Schwankungen, Impulsivität und instabile Beziehungen aufweisen. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Art der Instabilität: Bei der bipolaren Störung sind die Stimmungsschwankungen in der Regel in klar definierte manische, hypomanische und depressive Episoden unterteilt, die länger anhalten. Bei Borderline sind die emotionalen Ausbrüche oft kurzlebiger, reaktiver auf äußere Umstände und stärker mit einem Gefühl der inneren Leere und Angst vor dem Verlassenwerden verbunden.

Unipolare Depression: Woran erkennt der Arzt den entscheidenden Unterschied?

Wie bereits erwähnt, ist die unipolare Depression die häufigste Fehldiagnose. Der Schlüssel zur Unterscheidung liegt im Vorhandensein von (hypo)manischen Episoden. Während Menschen mit einer unipolaren Depression ausschließlich depressive Phasen erleben, zeigen Patienten mit bipolarer Störung auch Phasen der Manie oder Hypomanie. Das Erkennen dieser manischen oder hypomanischen Phasen, auch wenn sie in der Vergangenheit liegen, ist entscheidend für die korrekte Diagnose.

ADHS und bipolare Störung: Wenn sich Symptome von Impulsivität und Energie überschneiden

Bei Erwachsenen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) können Symptome wie Impulsivität, innere Unruhe und erhöhte Energie auftreten, die an eine hypomanische Phase erinnern können. Der Unterschied liegt oft in der Chronizität und dem Auslöser: ADHS ist eine lebenslange neurobiologische Entwicklungsstörung, die sich bereits in der Kindheit zeigt, während die (hypo)manischen Episoden bei der bipolaren Störung klar abgrenzbare Phasen sind. Zudem ist bei ADHS die Aufmerksamkeitsstörung oft ein zentrales Problem, während bei bipolarer Störung die affektiven Schwankungen im Vordergrund stehen.

Schizoaffektive Störung: Die Abgrenzung zu Psychosen

Die schizoaffektive Störung stellt eine komplexe Abgrenzung dar, da sie Merkmale sowohl einer Schizophrenie als auch einer affektiven Störung (wie der bipolaren Störung) aufweist. Bei der schizoaffektiven Störung treten psychotische Symptome wie Halluzinationen oder Wahnvorstellungen auf, die jedoch auch außerhalb von manischen oder depressiven Episoden vorhanden sind. Bei der bipolaren Störung treten psychotische Symptome typischerweise nur während schwerer manischer oder depressiver Episoden auf und verschwinden danach wieder.

Von der Diagnose zur Klarheit: Die Formen der bipolaren Störung

Nachdem die Diagnose einer bipolaren Störung gestellt wurde, ist es wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Formen dieser Erkrankung gibt. Die Unterscheidung zwischen diesen Formen ist entscheidend für die Wahl der richtigen Behandlungsstrategie und die Prognose.

Bipolar-I-Störung: Wenn die Manie das Krankheitsbild bestimmt

Die Bipolar-I-Störung ist die Form, bei der mindestens eine volle manische Episode aufgetreten sein muss. Diese manischen Phasen sind oft so ausgeprägt, dass sie eine deutliche Beeinträchtigung im Leben der Betroffenen darstellen und häufig eine stationäre Behandlung erfordern. Depressive Episoden sind bei der Bipolar-I-Störung sehr häufig, aber für die Diagnose nicht zwingend erforderlich.

Bipolar-II-Störung: Das oft übersehene Leiden mit hypomanischen Phasen

Bei der Bipolar-II-Störung erleben die Betroffenen mindestens eine hypomanische Episode und mindestens eine depressive Episode. Entscheidend ist hierbei, dass niemals die Kriterien für eine volle manische Episode erfüllt wurden. Die hypomanischen Phasen sind oft weniger dramatisch und werden daher leichter übersehen oder fehlinterpretiert, was die Diagnosestellung erschweren kann. Die depressiven Phasen können jedoch sehr belastend sein.

Was bedeutet "Rapid Cycling"? Wenn die Episoden im schnellen Wechsel kommen

"Rapid Cycling" ist kein eigener Typ der bipolaren Störung, sondern ein Verlaufsmerkmal. Es beschreibt eine Form, bei der vier oder mehr affektive Episoden also manische, hypomanische oder depressive Phasen innerhalb eines Jahres auftreten. Dieser schnelle Wechsel der Stimmungszustände kann die Behandlung erschweren und ist oft mit einer ungünstigeren Prognose verbunden.

Diagnose erhalten: Was sind die nächsten konkreten Schritte?

Die Diagnose einer bipolaren Störung mag zunächst überwältigend wirken, doch sie ist keineswegs das Ende, sondern vielmehr der Beginn eines Weges. Sie ist der Schlüssel, um die richtigen Weichen für eine verbesserte Lebensqualität zu stellen.

Von der Diagnose zum Behandlungsplan: Ein Ausblick auf die Therapie

Sobald die Diagnose feststeht, beginnt die Entwicklung eines individuellen Behandlungsplans. Dieser Plan wird auf die spezifische Form der bipolaren Störung, die Schwere der Symptome und die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten. Er umfasst in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Behandlung zur Stabilisierung der Stimmung und Psychotherapie zur Bewältigung der Erkrankung und zur Entwicklung von Bewältigungsstrategien.

Warum die Diagnose kein Ende, sondern ein Anfang ist: Der Weg zu Stabilität

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Diagnose einer bipolaren Störung kein Urteil ist, sondern eine Chance. Sie gibt Ihnen und Ihren Behandlern die Möglichkeit, die Erkrankung gezielt anzugehen. Mit der richtigen Diagnose und einer konsequenten Behandlung ist es möglich, die Stimmungsschwankungen zu kontrollieren, Rückfälle zu vermeiden und ein erfülltes und stabiles Leben zu führen. Sehen Sie die Diagnose als den ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und Lebensqualität.

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Manfred Bruns

Manfred Bruns

Ich bin Manfred Bruns und bringe über 15 Jahre Erfahrung im Bereich Gesundheit mit. In dieser Zeit habe ich umfassende Kenntnisse in der Prävention, Gesundheitsförderung und der ganzheitlichen Medizin erworben. Mein akademischer Hintergrund in Gesundheitswissenschaften sowie meine kontinuierliche Weiterbildung in verschiedenen Therapieansätzen ermöglichen es mir, fundierte und evidenzbasierte Informationen zu vermitteln. Meine Spezialisierung liegt in der Aufklärung über gesunde Lebensweisen und die Bedeutung von Prävention für ein langes, erfülltes Leben. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, seine Gesundheit aktiv zu gestalten, und ich setze mich dafür ein, diese Botschaft zu verbreiten. Durch meine Artikel auf dieser Plattform möchte ich Leserinnen und Leser dazu inspirieren, informierte Entscheidungen zu treffen und ihre Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Ich lege großen Wert auf die Genauigkeit und Verlässlichkeit der Informationen, die ich teile. Mein Ziel ist es, eine vertrauensvolle Quelle für alle zu sein, die sich für ihre Gesundheit interessieren und nach praktischen Tipps und wissenschaftlich fundierten Ratschlägen suchen.

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