bochumer-vz.de
Manfred Bruns

Manfred Bruns

28. September 2025

Morbus Hirschsprung: Diagnose-Schritte & was Eltern wissen müssen

Morbus Hirschsprung: Diagnose-Schritte & was Eltern wissen müssen

Inhaltsverzeichnis

Dieser Artikel beleuchtet detailliert die diagnostischen Verfahren bei Verdacht auf Morbus Hirschsprung. Erfahren Sie, welche Untersuchungen auf Ihr Kind zukommen, wie sie ablaufen und was die Ergebnisse bedeuten, um Ihnen in dieser herausfordernden Zeit Sicherheit und Orientierung zu geben.

Morbus Hirschsprung: Wie die Diagnose Gewissheit schafft und den Weg zur Hilfe ebnet

  • Morbus Hirschsprung ist eine angeborene Darmerkrankung, die durch das Fehlen spezifischer Nervenzellen in einem Darmabschnitt verursacht wird.
  • Erste Alarmzeichen bei Neugeborenen sind oft ein ausbleibender Mekoniumabgang in den ersten 24-48 Stunden, ein aufgeblähter Bauch und Erbrechen.
  • Die Rektumbiopsie gilt als Goldstandard der Diagnostik, da sie mit über 99%iger Genauigkeit das Fehlen der Nervenzellen nachweist.
  • Die anorektale Manometrie ist eine funktionelle Untersuchung, die das Ausbleiben des rektoanalen Inhibitionsreflexes (RAIR) als charakteristisches Zeichen identifiziert.
  • Ein Kolon-Kontrasteinlauf kann typische radiologische Befunde wie den "Kalibersprung" aufzeigen, ist jedoch allein nicht ausreichend für eine definitive Diagnose.
  • Eine frühzeitige und präzise Diagnosestellung ist entscheidend, um schwere Komplikationen wie eine toxische Enterokolitis zu verhindern und die bestmögliche Behandlung einzuleiten.

Was sind die ersten Alarmzeichen bei Neugeborenen und Säuglingen?

Bei Neugeborenen und Säuglingen sollten Sie bei folgenden Symptomen hellhörig werden:

  • Ausbleibender Mekoniumabgang: Dies ist oft das erste und wichtigste Anzeichen. Normalerweise entleert ein Neugeborenes innerhalb der ersten 24 bis 48 Lebensstunden den ersten Stuhl (Mekonium). Bleibt dies aus, ist das ein deutlicher Hinweis.
  • Aufgeblähter Bauch: Ein deutlich gespannter und harter Bauch kann auf eine Darmblockade hindeuten.
  • Erbrechen: Insbesondere galliges Erbrechen ist ein ernstes Warnsignal, das auf einen Darmverschluss oder eine schwere Störung im Verdauungstrakt hinweist.
  • Chronische Verstopfung: Auch wenn es nicht immer sofort offensichtlich ist, kann eine hartnäckige und schwere Verstopfung, die auf keine üblichen Maßnahmen anspricht, ein Zeichen sein.

Die Symptome bei älteren Kindern: Wann sollten Eltern hellhörig werden?

Bei älteren Kindern sind die Symptome von Morbus Hirschsprung oft milder und weniger eindeutig, was die Diagnose erschweren kann. Statt des sofortigen Ausbleibens des Mekoniumabgangs stehen hier häufig chronische Verstopfung und eine schlechte Gewichtszunahme im Vordergrund. Eltern sollten hellhörig werden, wenn ihr Kind über längere Zeit hinweg unter hartnäckiger Verstopfung leidet, die sich nicht durch übliche Mittel bessert. Gedeihstörungen, also eine unzureichende Gewichtsentwicklung, oder wiederkehrende Bauchschmerzen können ebenfalls auf Morbus Hirschsprung hindeuten und sollten ärztlich abgeklärt werden. Manchmal zeigen sich auch Probleme wie wiederkehrende Episoden einer Darmentzündung.

Warum eine frühzeitige Diagnose Komplikationen wie die toxische Enterokolitis verhindert

Die frühzeitige und präzise Diagnose von Morbus Hirschsprung ist von entscheidender Bedeutung. Wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt, kann sie zu schwerwiegenden und potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Eine der gefürchtetsten ist die toxische Enterokolitis, eine schwere Entzündung des gesamten Darms. Diese Entzündung kann durch Bakterien verursacht werden, die sich im gestauten Darminhalt vermehren. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht es den Ärzten, rechtzeitig mit der geeigneten Behandlung zu beginnen, oft chirurgisch, und somit diese gefährlichen Komplikationen zu verhindern. Sie ebnet den Weg für eine schnellere Genesung und minimiert das Risiko langfristiger Darmprobleme.

Das erste Gespräch: Anamnese und körperliche Untersuchung als Basis

Der diagnostische Weg beginnt fast immer mit einem ausführlichen Gespräch zwischen Ihnen und dem behandelnden Arzt der sogenannten Anamnese. Hier werden Sie gebeten, alle Symptome, die Ihnen aufgefallen sind, genau zu beschreiben: Wann traten sie auf? Wie häufig? Gab es bestimmte Auslöser? Auch Fragen zur Schwangerschaft, zur Geburt und zur familiären Vorbelastung sind wichtig, da Morbus Hirschsprung genetisch bedingt sein kann. Parallel dazu führt der Arzt eine sorgfältige körperliche Untersuchung durch. Dabei wird unter anderem der Bauch abgetastet, um ihn auf Blähungen oder Verhärtungen zu prüfen, und oft auch eine rektale Untersuchung vorgenommen. Diese ersten Schritte sind essenziell, um erste wichtige Hinweise zu sammeln und die Verdachtsdiagnose Morbus Hirschsprung zu erhärten oder zu entkräften.

Bildgebende Verfahren: Was der Kontrasteinlauf sichtbar macht

Ein wichtiges bildgebendes Verfahren zur Abklärung von Morbus Hirschsprung ist der Kolon-Kontrasteinlauf. Bei dieser Untersuchung wird ein spezielles Röntgenkontrastmittel vorsichtig über einen Katheter in den Enddarm des Kindes eingebracht. Während sich das Kontrastmittel im Dickdarm ausbreitet, werden wiederholt Röntgenaufnahmen gemacht. Ziel ist es, anatomische Auffälligkeiten im Darm sichtbar zu machen, die auf das Fehlen von Nervenzellen hindeuten können. Dies hilft dem Arzt, die Ausdehnung und Lokalisation des betroffenen Darmabschnitts besser einzuschätzen, auch wenn diese Untersuchung allein oft nicht ausreicht, um eine definitive Diagnose zu stellen.

Funktionsdiagnostik: Die Rolle der anorektalen Manometrie erklärt

Die anorektale Manometrie ist eine Untersuchung, die sich auf die Funktion des unteren Darmabschnitts konzentriert. Dabei wird ein sehr dünner, flexibler Katheter, der mit einem kleinen Ballon und Drucksensoren ausgestattet ist, vorsichtig in den Enddarm eingeführt. Dieser Katheter misst den Druck im Rektum und im Analkanal und zeichnet auf, wie die Schließmuskeln auf verschiedene Reize reagieren, insbesondere auf eine Dehnung des Rektums. Bei Morbus Hirschsprung ist ein bestimmter Reflex der rektoanale Inhibitionsreflex typischerweise gestört oder fehlt ganz. Diese Untersuchung liefert also wichtige funktionelle Informationen, die für die Diagnose entscheidend sein können, insbesondere bei älteren Kindern.

Der Goldstandard: Warum die Rektumbiopsie die endgültige Antwort gibt

Wenn der Verdacht auf Morbus Hirschsprung besteht, ist die Rektumbiopsie das entscheidende diagnostische Verfahren. Sie wird zu Recht als "Goldstandard" bezeichnet, da sie den direkten Nachweis des Fehlens von Nervenzellen (Ganglienzellen) im Darmgewebe ermöglicht. Nur durch die Untersuchung einer Gewebeprobe unter dem Mikroskop kann zweifelsfrei festgestellt werden, ob die für die normale Darmbewegung notwendigen Nervenzellen vorhanden sind. Dies ist die einzige Methode, die eine wirklich definitive Diagnose erlaubt und somit die Grundlage für die weitere Therapie bildet.

Rektum Saugbiopsie Morbus Hirschsprung

Wie funktioniert eine Saugbiopsie und ist sie schmerzhaft für mein Kind?

Die Rektumschleimhaut-Saugbiopsie ist ein relativ schonendes Verfahren zur Entnahme einer kleinen Gewebeprobe aus der innersten Schicht der Rektumwand. Dabei wird ein spezielles Instrument mit einer kleinen Saugvorrichtung vorsichtig eingeführt, um eine winzige Menge Schleimhaut zu entnehmen. Die Frage nach der Schmerzhaftigkeit ist verständlich und wichtig. Die Untersuchung wird in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt, sodass Ihr Kind während des Eingriffs kaum Schmerzen empfindet. Bei sehr kleinen Kindern oder wenn es notwendig ist, kann auch eine leichte Sedierung angewendet werden, um sicherzustellen, dass die Prozedur für das Kind so angenehm und stressfrei wie möglich verläuft.

  • Vorbereitung: Oftmals wird der Darm vorab gereinigt.
  • Lokalanästhesie: Betäubung des Bereichs, um Schmerzen zu vermeiden.
  • Entnahme der Probe: Mit einem speziellen Sauggerät wird eine kleine Gewebeschicht entnommen.
  • Nachsorge: Kurze Beobachtung des Kindes.

Die histologische Analyse: Wonach der Pathologe im Labor sucht

Nachdem die Gewebeprobe entnommen wurde, beginnt die Arbeit im Labor. Dort untersucht ein spezialisierter Arzt, der Pathologe, das Gewebe unter dem Mikroskop. Seine Aufgabe ist es, nach den charakteristischen Merkmalen von Morbus Hirschsprung zu suchen. Das Wichtigste ist der Nachweis des Fehlens von Ganglienzellen in den Nervengeflechten der Darmwand. Bei Morbus Hirschsprung sind diese Zellen, die für die Steuerung der Darmbewegung zuständig sind, nicht angelegt. Der Pathologe achtet auch auf mögliche Veränderungen der Nervenfasern, die dann oft verdickt und stark vermehrt sind. Nur wenn diese spezifischen Merkmale eindeutig identifiziert werden, kann die Diagnose Morbus Hirschsprung bestätigt werden.

Wie zuverlässig ist das Ergebnis der Biopsie?

Die Rektumbiopsie ist die zuverlässigste Methode zur Diagnose von Morbus Hirschsprung. Ihre diagnostische Genauigkeit liegt bei über 99%. Das bedeutet, dass sie in den allermeisten Fällen das Vorhandensein oder Fehlen der entscheidenden Nervenzellen korrekt erkennt. Diese hohe Zuverlässigkeit macht sie zum unverzichtbaren "Goldstandard". Nur in sehr seltenen Fällen, beispielsweise bei extrem kurzen betroffenen Darmabschnitten oder technischen Schwierigkeiten bei der Probenentnahme, kann es zu Grenzfällen kommen. Aber im Allgemeinen können Sie sich auf das Ergebnis der Biopsie verlassen, um eine klare Antwort zu erhalten.

Der Ablauf der Untersuchung: Schritt für Schritt erklärt

  1. Vorbereitung: Der Arzt erklärt Ihnen und Ihrem Kind den Ablauf. Meist ist keine spezielle Vorbereitung nötig, manchmal wird der Darm leicht gereinigt.
  2. Einführen des Katheters: Ein sehr dünner, flexibler Katheter mit einem kleinen Ballon an der Spitze wird vorsichtig in den Enddarm eingeführt.
  3. Druckmessung: Der Katheter misst kontinuierlich den Druck im Rektum und im Analkanal.
  4. Dehnung des Rektums: Der kleine Ballon am Katheter wird langsam mit Luft gefüllt, um den Enddarm zu dehnen. Dies simuliert die Anwesenheit von Stuhl.
  5. Beobachtung der Reflexe: Während der Ballon gefüllt wird und sich danach wieder entleert, werden die Reaktionen des Schließmuskels aufgezeichnet.
  6. Auswertung: Die aufgezeichneten Druckdaten werden analysiert, um die Funktion der Schließmuskeln und das Vorhandensein spezifischer Reflexe zu beurteilen.

Die Untersuchung selbst ist in der Regel nicht schmerzhaft, kann aber für das Kind als etwas unangenehm empfunden werden, ähnlich wie bei einer rektalen Untersuchung. Die Dauer beträgt meist nur wenige Minuten.

Der fehlende Reflex: Was der RAIR über die Darmfunktion verrät

Der sogenannte rektoanale Inhibitionsreflex (RAIR) ist ein wichtiger Hinweis auf die normale Funktion des unteren Darms. Stellen Sie sich vor, Stuhl füllt den Enddarm. Bei einem gesunden Kind führt diese Dehnung dazu, dass sich der innere Schließmuskel reflexartig entspannt. Das ermöglicht uns, den Stuhl bewusst wahrzunehmen und zu entscheiden, wann wir zur Toilette gehen. Bei Kindern mit Morbus Hirschsprung fehlt dieser Reflex. Der Grund dafür ist das Fehlen der Nervenzellen, die diese Entspannung steuern. Wenn bei der Manometrie festgestellt wird, dass sich der Schließmuskel bei Dehnung des Rektums nicht entspannt, ist das ein starkes Indiz dafür, dass die Nervenversorgung gestört ist und somit Morbus Hirschsprung vorliegen könnte.

Für wen ist die Manometrie als Screening-Test besonders geeignet?

Die anorektale Manometrie spielt eine wichtige Rolle als Screening-Methode, insbesondere in bestimmten Situationen. Sie ist oft die erste Wahl bei älteren Kindern, bei denen die Symptome milder und unspezifischer sind und eine Biopsie vielleicht zunächst vermieden werden soll. Auch wenn der Verdacht auf Morbus Hirschsprung besteht, aber die Ergebnisse der anderen Untersuchungen noch nicht eindeutig sind, kann die Manometrie Klarheit schaffen. Sie hilft dabei, die Diagnose Morbus Hirschsprung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu bestätigen oder auszuschließen. Dies kann dazu beitragen, unnötige invasive Verfahren wie eine Biopsie zu vermeiden, wenn die Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung gering ist.

Kolon Kontrasteinlauf Morbus Hirschsprung Kalibersprung

Vorbereitung und Durchführung der Röntgenuntersuchung

Für einen Kolon-Kontrasteinlauf ist in der Regel eine Vorbereitung notwendig, um den Darm möglichst frei von Stuhlresten zu machen. Dies kann durch eine spezielle Diät oder die Gabe von Abführmitteln erfolgen, was der Arzt genau erklären wird. Während der Untersuchung liegt Ihr Kind auf einer Röntgenliege. Ein dünner Katheter wird vorsichtig in den Enddarm eingeführt, und über diesen wird ein röntgendichtes Kontrastmittel langsam in den Dickdarm gefüllt. Während das Kontrastmittel den Darm ausfüllt, werden kontinuierlich Röntgenaufnahmen gemacht. Die Strahlenbelastung bei dieser Untersuchung ist im Vergleich zu anderen Röntgenverfahren relativ gering und wird sorgfältig kontrolliert, um die Sicherheit Ihres Kindes zu gewährleisten.

Typische Befunde: Wie der "Kalibersprung" auf dem Röntgenbild aussieht

Eines der charakteristischsten Zeichen, das auf einem Röntgenbild nach einem Kolon-Kontrasteinlauf sichtbar werden kann, ist der sogenannte "Kalibersprung". Diesen Begriff verwenden Radiologen, um eine plötzliche Veränderung im Durchmesser des Dickdarms zu beschreiben. Typischerweise zeigt sich ein relativ enger, unbeweglicher Darmabschnitt im unteren Bereich des Dickdarms das ist der Abschnitt, in dem die Nervenzellen fehlen und der daher nicht richtig erweitert oder stimuliert wird. Direkt daran schließt sich dann ein deutlich erweiterter, aufgeblähter Darmabschnitt an. Dieser erweiterte Teil ist der gesunde Darmabschnitt oberhalb des aganglionären Bereichs, der sich mit Stuhl und Gas ansammelt. Dieser Kontrast in der Weite des Darms ist ein starker Hinweis auf Morbus Hirschsprung.

Grenzen der Methode: Warum der Kontrasteinlauf allein nicht ausreicht

Obwohl der Kolon-Kontrasteinlauf sehr wertvolle Hinweise liefern kann, ist er nicht immer ausreichend für eine definitive Diagnose von Morbus Hirschsprung. Die Hauptgrenze dieser Methode liegt darin, dass sie nicht immer eindeutig ist. Insbesondere bei sehr kurzen betroffenen Darmabschnitten oder bei Neugeborenen, deren Darm sich noch nicht so stark erweitert hat, kann der typische Kalibersprung fehlen oder nur schwer erkennbar sein. Manchmal sind die Veränderungen so subtil, dass sie nicht sicher von anderen Darmproblemen unterschieden werden können. Daher ist der Kontrasteinlauf zwar ein wichtiges diagnostisches Werkzeug, aber die Rektumbiopsie bleibt für die endgültige Bestätigung der Diagnose unerlässlich.

Verständnis der Ergebnisse: Ihr Arztgespräch nach den Untersuchungen

Nachdem alle diagnostischen Untersuchungen abgeschlossen sind, wird Ihr Arzt die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen besprechen. Dies ist ein entscheidender Moment, um Klarheit zu gewinnen. Der Arzt wird Ihnen erklären, welche Befunde bei der Anamnese, der körperlichen Untersuchung, dem Kontrasteinlauf, der Manometrie und vor allem der Biopsie erhoben wurden. Er wird Ihnen erläutern, was die Diagnose Morbus Hirschsprung für Ihr Kind bedeutet und welche Implikationen sie hat. Es ist wichtig, dass Sie in diesem Gespräch alle Ihre Fragen stellen, auch wenn sie Ihnen unwichtig erscheinen. Scheuen Sie sich nicht, nach den nächsten Schritten, den Behandlungsmöglichkeiten und den langfristigen Aussichten zu fragen. Ein offener und einfühlsamer Dialog ist jetzt am wichtigsten, um Ihnen Sicherheit zu geben.

Der nächste Schritt: Ein kurzer Ausblick auf die therapeutischen Möglichkeiten

Sobald die Diagnose Morbus Hirschsprung gesichert ist, steht die Behandlung im Vordergrund. In den allermeisten Fällen ist eine chirurgische Intervention notwendig, um die Lebensqualität des Kindes nachhaltig zu verbessern. Ziel der Operation ist es, den erkrankten, nervenzellfreien Darmabschnitt zu entfernen. Moderne Operationsverfahren sind oft minimalinvasiv und zielen darauf ab, die normale Funktion des Darms so schnell wie möglich wiederherzustellen. Die Wahl des genauen Operationsverfahrens und der Zeitpunkt hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter des Kindes und der Ausdehnung der Erkrankung. Ihr behandelnder Arzt wird Sie über die besten therapeutischen Optionen für Ihr Kind aufklären.

Lesen Sie auch: Morbus Perthes Diagnose: Schritte, Bilder & Prognose erklärt

Wo finden Eltern Unterstützung und weitere Informationen?

Der Weg mit einem Kind, das an Morbus Hirschsprung erkrankt ist, kann herausfordernd sein. Es ist gut zu wissen, dass Sie nicht allein sind und es zahlreiche Anlaufstellen für Unterstützung und weitere Informationen gibt:

  • Spezialisierte Kinderchirurgische Kliniken: Viele Krankenhäuser mit kinderchirurgischen Abteilungen verfügen über Expertise in der Behandlung von Morbus Hirschsprung.
  • Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen: Organisationen wie die Deutsche ILCO e.V. oder lokale Selbsthilfegruppen bieten wertvolle Informationen, Erfahrungsaustausch und emotionale Unterstützung für betroffene Familien.
  • Informationsportale für seltene Erkrankungen: Websites, die sich auf seltene Erkrankungen konzentrieren, können ebenfalls hilfreiche Ressourcen und Kontakte bieten.
  • Ärzte und medizinisches Fachpersonal: Ihr behandelnder Arzt ist die wichtigste Anlaufstelle für alle medizinischen Fragen und kann Sie auch an weitere Spezialisten oder Beratungsstellen verweisen.

Artikel bewerten

rating-outline
rating-outline
rating-outline
rating-outline
rating-outline
Bewertung: 0.00 Stimmenanzahl: 0

Tags:

Beitrag teilen

Manfred Bruns

Manfred Bruns

Ich bin Manfred Bruns und bringe über 15 Jahre Erfahrung im Bereich Gesundheit mit. In dieser Zeit habe ich umfassende Kenntnisse in der Prävention, Gesundheitsförderung und der ganzheitlichen Medizin erworben. Mein akademischer Hintergrund in Gesundheitswissenschaften sowie meine kontinuierliche Weiterbildung in verschiedenen Therapieansätzen ermöglichen es mir, fundierte und evidenzbasierte Informationen zu vermitteln. Meine Spezialisierung liegt in der Aufklärung über gesunde Lebensweisen und die Bedeutung von Prävention für ein langes, erfülltes Leben. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, seine Gesundheit aktiv zu gestalten, und ich setze mich dafür ein, diese Botschaft zu verbreiten. Durch meine Artikel auf dieser Plattform möchte ich Leserinnen und Leser dazu inspirieren, informierte Entscheidungen zu treffen und ihre Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Ich lege großen Wert auf die Genauigkeit und Verlässlichkeit der Informationen, die ich teile. Mein Ziel ist es, eine vertrauensvolle Quelle für alle zu sein, die sich für ihre Gesundheit interessieren und nach praktischen Tipps und wissenschaftlich fundierten Ratschlägen suchen.

Kommentar schreiben

Morbus Hirschsprung: Diagnose-Schritte & was Eltern wissen müssen